Rolcke and Imroth relatives

Entries: 44827    Updated: 2014-02-18 12:19:18 UTC (Tue)    Owner: Jochen Rolcke

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  • ID: I15625
  • Name: Heinrich 608 von der Goltz
  • Surname: von der Goltz
  • Given Name: Heinrich 608
  • Prefix: Freiherr
  • Sex: M
  • Birth: 10 Dec 1648 in (al. 10.10.1648) Clausdorf
  • Death: 2 Jul 1725 in Clausdorf of Schlagfluß
  • Burial: 4 Dec 1725 Clausdorf
  • _UID: C0A012AF449BD611AAF7BBDCDA896F0AFBB7
  • Event: EDUC
  • Occupation: Herr auf Klausdorf, Lüben, Neugoltz, Appelwerde und Hammer, Kaiserlich-Russischer Generalfeldmarschallleutnant a.D.
  • Note:
    Kgl. poln. und Kurfürstlich-sächsischer Generalleutnant a.D.
    ehemaliger Kommandant von Danzig, Chef des kaiserlich russischen Regiements Astrachan, Genera lkab.- und Kriegsrat

    Er studierte von 1663 - 1668 in Posen - 1673 kurbrand. Fähnrich beim Regiment von der Goltz z u Fuß - 1673 Lieutenant - 1672/79 Feldzug gegen Frankreich und Schweden: Gefechte im Elsaß, B elagerung von Stettin, Einnahme von Rügen - 1678 Kapitän -
    21.1.1685 Major beim Regiment Markgraf Philipp Wilhelm zu Fuß - 10.11.1688 Oberstlieutenan t - 3.12.1691 Oberst und Kommandeur des Regiments - 1689/1697 Feldzug gegen Frankreich: Verte idigung von Cochem a.d. Mosel, Schlachten bei Fleurus und
    Neerwinden- 15.11.1701 Generalmajor - 19.6.1704 aus preuß. Diensten ausgeschieden und als Obe rkommandant von Danzig angestellt, organisiert dort die Truppen nach preußischem Muster, führ te strenge Disziplin ein, schlug z.B. am 18.12.1705
    Kirchenparaden vor, die der Rat der Stadt Danzig am 28.12.1705 bewilligte - 1709 auf Antrag d es Zaren Peter des Großen in russische Dienste als Feldmarschall-Lieutenant - 1709 bis 1712 F eldzug gegen Schweden: Schlacht bei Mohilew, Gefecht bei
    Podkainen - 1713 zog er sich auf sein Gut Clausdorf zurück.

    Chef des Kais. russ. Rgts. Astrachan, GKab.- und Kriegsrat, Direktor der Generalsynode der pr otestant. Dissidenten von Groß- und Klein-Polen und Litauen

    Heinrich von der Goltz, geboren zu Clausdorf am 10. December 1648, wurde bis in das Jahr 166 3 zu Hause erzogen; darauf schickte ihn -sein Vater nach Posen, wo er seine Studien bei den J esuiten fünf Jahre lang fortsetzte und dieselben dort auch
    absolvierte. Im Jahre 1672 trat er in brandenburgische Kriegsdienste und wurde Fähnrich bei d er brandenburgischen Garde zu Fuss und zwar bei dem Regiment, welches Joachim Rüdiger von de r Goltz, der nachmalige sächsische Feldmarschall,
    kommandierte. Bei diesem Regimentkam der Fähnrich Heinrich v.d.G. in Lippstadt in Westphale n zu stehen. 1673 Lieutenant, machte er als solcher den Feldzug mit, als der Krieg des Reich s und Hollands gegen Frankreich ausbrach. Dann nahm er mit
    seinem Regiment Theil an den Unternehmungen des grossen Churfürsten gegen Schweden und wohnt e 1677 der Belagerung von Stettin, 1678 der Eroberung der Insel Rügen bei und erhielt 1678 ei ne Compagnie, welche 1680 zur Leib-Garde kam (7.
    Compagnie). 1685 ernannte ihn der Churfürst zum Major des neuerrichteten Regiments Markgraf P hilipp. Als im Jahre 1688 der Krieg wider Frankreich aufs neue ausbrach, wurde er in dem Regi ment zu Fuss Sr. Durchlaucht des Markgrafen Carl zum
    Obristlieutenant ernannt. Er nahm Theil an der Vertheidigung Cochheim's an der Mosel gegen di e französische Armee des Marschall Boufflers. Unter den 1600 Mann Reichstruppen waren auch Br andenburger, die er befehligte. Die Bürger der Stadt
    wehrten sich aufs tapferste, dennoch hatte die Stadt ein ähnlichesSchicksal wie früher Magdeb urg. Nach dem 4. Sturme und nachdem sie 2000 Mann verloren hatten, eroberten die Franzosen di e Stadt am 25. August 1689, wobei 400 wehrlose Einwohner
    jeden Geschlechts von ihnen gemordet wurden.

    Im Jahre 1690 wohnte Heinrich v.d.G. der Schlacht bei Fleurus bei und ward in derselben am Be in verwundet. 1691 kam er als Obrist wieder zum Regiments des Markgrafen Philipp, dessen Comm andeur er bis 1697 war.Als der Frieden zu Ryswick 1697
    geschlossen war,-führte er. die an die Generalstaaten überlassenen, nunmehr aber zurückberufe nen brandenb. Truppen als damals ältester Obrist aus Holland zurück.

    Im Jahre 1702 liess ihm der König von Polen die Generalmajors-Charge und ein Regiment zu Fus s anbieten. Da aber Sr. Maj. von Preussen ihn noch länger in dero Diensten behalten wollte, s o haben Allerhöchstdieselben ihn ebenfalls mit der
    Generalmajors-Charge begnadigt und auf Ansuchen der Stadt Danzig ihm erlaubt, als Oberkommand ant daselbst zu kommandiren 1704, wobei er 1706 noch sein Gehalt aus Preussen bezog. Diese Ob erkommandantur hat er nicht allein bis 1707 geführt,
    sondern es haben auch seine Sr. Königl. Maj. Von Polen ihn im Jahre 1705 bei- Dero Armee zu m Generallieutenant ernannt, worauf ihn 1707 Sr.-Czarische Maj. In Dero Diensten wider die Kr one Schweden berufen und zum Feldmarschall-Lieutenant haben
    bestellen lassen. Peter der Grosse beehrte ihn mit dem Andreas-Orden und gab ihm den Rang gle ich nach seinem Liebling und vornehmsten Minister, dem Fürsten Menczikoff. Zugleich erhielt e r das Regiment Astrachan. Er kommandirte nebst dem General
    Repnin die Russen in der Schlacht bei Mohilow, in welcher dem König von Schweden drei Pferd e unter dem Leib erschossen wurden und der tapfere schwedische General Wrangel sein Leben ein büsste. Nach der Schlacht von Pultawa ging er mit einem
    ansehnlichen Heerhaufen nach Polen, um den Kron- und Litthauischen Völkern unter ihren Feldhe rren Siniawski und Oginski, der Partei des Königs August, beizustehen, weil diese Truppen de r Partei des Königs Stanislaus, bei welcher sich 8000 bis
    10000 Schweden unter General Graf Krassow's Befehl befinden, nicht gewachsen waren. Hierbei s chlug er den Starosten Bobrinski, als derselbe bei dem Städtchen Podkamin mit 5-6000 Mann unv ersehens auf ihn gestossen. Er griff ihn mit 16 Eskadrons
    Dragoner an, nahm ihm 14 Fahnen und Standarten nebst zwei Paar Pauken ab und zwang ihn, mit d em Rest seiner Truppen sich nach Brzecz zu retiriren. Hierauf hat er im Oktober selbigen Jah res den Woywoden Kyowski nebst seinen 6000 Mann verfolgt,
    welcher aber nirgends Stich gehalten, ausser dass es bei Udatonow den 10. Oktober zu einem kl einen Rencontre gekommen ist, in welchem die Russischen den Kyowski'schen eine Kanone abgenom men haben, die sie aber nachgehende wieder verloren.
    Nachdem endlich genannter Kyowski sich nach Ungarn -gewendet, hat der Herr von Goltz obgedach ter Massen Anstalten getroffen, damit von dort kein neuer Einbruch in Polen unternommen werde n könne. König August rückte auch wieder in Polen ein und
    Stanislaus musste fliehen; die Schweden unter Krassow räumten das Land und zogen nach Pommern .

    Der General-Feldmarschall-Lieutenant Goltz wurde hierauf in Begleitung von 30 Reitern nach Mo skau in Haft gebracht, weil es ihm, dem Verlaut nach, als ein Verbrechen ausgelegt wurde, das s er den Abzug des schwedischen Corps des Grafen Krassow,
    bei dem sich auch Stanislaus befand, nach Pommern nicht genugsam zu verhindern bemüht gewese n sei. Später heisst es, der General-Feldmarschall-Lieutenant Goltz befindet sich in Petersbu rg und wird zur Ausmachung seiner Sache ein Ober-Auditeur
    aus Riga erwartet. Weiter wird angeführt: Es ist auch bekannt, dass nach letztgedachter Schla cht (Paltawa) dem moskowitischen Feldmarschall Goltz von Seiten des moskowitischen Hofes vorg eworfen worden ist, als habe er nicht genugsam Vorsicht
    angewendet zu verhindern, dass diese ansehnlichen Truppen (das Krissow'sche Corps) ihren Mars ch gegen Pommern gerichtet, wenn er sie nämlich bei Zeiten verfolget und in der ersten Bestür zung über die schwedische Niederlage tapfer angegriffen
    hätte. Eine solche Beschuldigung brachte Goltz bei Sr Czarischen Majestät in Ungnade und fol glich in Arrest. Er ist aber aus demselben unlängst entwichen und bereits in einem sichern O rte bei Elbing angelangt.

    Die letzten Jahre seines Lebens brachte Goltz auf seinem Gute Clausdorf zu, und beruhen die A ngaben, dass er sich mit dem Czar Peter wieder ausgesöhnt habe und von demselben als Gesandte r an die Ottomanische Pforte nach Constantinopel 1712
    gesendet worden sei, auf einem Irrthum und einer Verwechselung mit Franz Joachim 286 von de r Goltz, der 1712-1714 Königl. polnischer Gesandter am türkischen Hofe war. Er stirbt zu Cla usdorf den 2. Juli 1725 ausser Dienst und ist am 4. Dezember
    1725 in dem dortigen Erbbegräbnisse feierlich beigesetzt worden, nachdem die katholische Geis tlichkeit, ihm das Begräbniss in der Kirche als akatholischem Dissidenten verweigerte, endlic h die Beisetzung genehmigt hatte.
    1
  • Change Date: 9 Mar 2012 at 12:49:08



    Father: Conrad (KONE) Reimer 604 von der Goltz b: 4 Nov 1620 in Klausdorf
    Mother: Ida (Idea) 237 von Dewitz b: 27 Oct 1621

    Marriage 1 Elisabeth Dorothea von der Goltz b: 4 Mar 1665 in Neidenburg
    • Married: 25 May 1683
    Children
    1. Has Children Idea Catharina von der Goltz b: 16 Nov 1684 in Clausdorf
    2. Has Children Heinrich 611 von der Goltz b: Sep 1685 in Clausdorf
    3. Has No Children Balthasar 613 von der Goltz b: 1680/1689
    4. Has No Children Catharina Elisabeth von der Goltz b: 1680/1689 in Clausdorf
    5. Has No Children von der Goltz b: 1 Nov 1700

    Sources:
    1. Title: Nachrichten über die Familie der Grafen und Freiherren von der Goltz
      Author: Friedrich Freiherr von der Goltz
      Publication: Strassburg 1885, Verlag R. Schultz und Comp.
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